Donnerstag, 3. September 2015

Zeit für etwas Neues...



Aus einer Sonntagslaune heraus habe ich mit dem Bloggen angefangen, habe nach einem Apple Pie ohne Plan losgelegt und nicht daran gedacht, dass ich nicht nur gerne backe, sondern auch koche. Vor allem habe ich nicht gedacht, wie viel Spaß es macht, einen solchen Blog zu füllen. Wenn ein Post so losgeht, kann nicht mehr viel folgen, was eine andere Richtung einschlagen wird. Und deshalb kurz und knapp: Das ist der letzte Beitrag auf „Kuchenfee“. 
Das Gute: Es ist nicht mein letzter Blog-Beitrag. Ich habe vor einem halben Jahr über einen Tapetenwechsel nachgedacht und bin in den letzten Wochen zu dem Entschluss gekommen, komplett umzuziehen. Der Schritt erschien mir logisch, weil ich nicht einfach alles ändern wollte, was ich mit Mühe und Sorgfalt auf diesem Blog erarbeitet habe. Die letzten Posts haben hier schon angedeutet, dass ich nicht nur backe, sondern gerne alles dokumentiere, was ich liebe: Fotografieren, schreiben, backen aber auch kochen. Es wird definitiv weiterhin Beiträge in der „Kuchenfee“-Art geben, denn verabschieden von Sonntagskuchen, Pancakes-Schlachten oder Schokoladen-Orgien werde ich mich nicht. 
Ich freue mich auf ein spannendes Projekt und hoffe, es kommt ebenfalls gut an. Denn es wurde mehr als Zeit für etwas Neues. 

Viel Spaß auf „Schalotte und Charlott“!

Vielen, vielen Dank für Zweieinhalb Jahre hier.

Alles Liebe und hoffentlich bis hier: 

www.schalotteundcharlott.blogspot.de


Dienstag, 18. August 2015

Schöner ist nur das Porzellan: Ricotta-Nektarinen-Pancakes mit Ziegenfrischkäse




Die Pancakes sind fast so hübsch wie das Porzellan, auf dem sie thronen. Ich liebe Porzellan. In allen Größen, Farben, Formen. Von wem ich den Tick wohl habe? Ich schiebe es mal auf meine Großmütter. Die eine bemalte Porzellan mit den schönsten Motiven und filigransten Formen. Die andere hatte für jeden Anlass ein unterschiedliches Geschirr im Schrank. Und ich? Ich kaufe hübsche Teller und Tassen fast wie Schuhe.
Schönes Geschirr löst jede Deko ab, ob uni oder mit Muster. Es braucht auf dem Tisch nicht mehr viel, wenn der Teller stimmt und das Essen wird gleichzeitig ansprechend präsentiert. Viele Cafés und Restaurants denken wie ich, denn immer öfters fällt mir auf, dass das Geschirr nicht zueinander passt, trotzdem auf dem Tisch unglaublich gemütlich aussieht. 



Unglaublich lecker sehen auch die Pancakes aus. Wenn ich sonntagmorgens durch meine Instagram-Timeline scrolle, werden Pancakes auf jedem zweiten Foto angezeigt und jedes Mal steigt bei mir ein dringliches Pfannkuchen-Verlangen auf. Letzten Sonntag war ich vorbereitet für Ricotta-Nektarinen-Pancakes mit Ziegenfrischkäse. 
Den Teig habe ich bereits mit Zitrone ausprobiert. Durch den Ricotta wird er unglaublich fluffig und absolut nicht zu süß. Die Süße geben die Nektarinen. Weil ich auf einen Zuckerschock am Morgen gerne verzichte, kippe ich auch keinen Ahornsirup zum Schluss drüber. Deswegen habe ich Ziegenfrischkäse mit normalem Frischkäse (1:1) vermischt. Dazu passt Avocado hervorragend! 



Das Rezept: 
90 Gramm Mehl, eine Prise Salz, 1 Tl Backpulver und zwei El Zucker vermischen. In einer zweiten Schüssel zwei Eier mit 75 ml Milch verquirlen. In einem dünnen Strahl unter das Mehl mischen und gleichzeitig gut mit einem Schneebesen zusammenrühren, damit eine Klümpchen entstehen. Anschließend 250 Gramm Ricotta dazugeben und alles zu einem glatten Teig vermengen. 
Den Teig kurz stehen lassen, in der Zwischenzeit vielleicht beim Bäcker noch ein paar Brötchen holen oder an der Tanke eine Zeitung? Ich bin mir aber sicher, dass die Pancakes auch ohne Ruhezeit gut schmecken.
In einer Pfanne ein wenig Öl erhitzen. 
Eine Nektarine waschen und in dünne Spalten schneiden. Ist die Pfanne heiß, den Teig in kleinen Haufen in die Pfanne geben. Auf eine Seite zwei bis drei Spalten der Nektarine geben. Ist die eine Seite braun, wenden und weiter backen. Jeden Pancake nacheinander so backen. 









Sonntag, 16. August 2015

Kopenhagen - København: a place to be



Häuserfronten in Kopenhagen.
"a place to be" ist ein schwammiger Bergriff, der so hipstergern verwendet wird wie einst yolo. Wenn diese vier Worte allerdings auf einen Ort zutreffen, dann auf Kopenhagen. Die dänische Hauptstadt ist wohl die schönste Stadt in der ich bisher war. Was ich über Stockholm geschrieben habe, könnte ich an dieser Stelle ähnlich wiederholen, müsste aber den Superlativ wählen. Bunt, bunter, Kopenhagen.


Von bunten Straßen, Fahrradfahren und der kleinen Meerjungfrau 


Wer den ersten Schock vor Rathaus und Vergnügungspark Tivoli (beides nicht sehr anschaulich und überfüllt) überwunden hat, geht durch Gassen und Straßen voller positivem Lebensgefühl. Die Häuser strahlen mit ihren Fassaden eine sehr lebensfrohe Atmosphäre aus, die Menschen bewegen sich höflich, bedacht und entspannt. Stress? Den hab ich sonst noch vor der kleinen Meerjungfrau gefunden, weil eine Gruppe asiatischer Touris mich zur Meister-Fotografin auserkoren hatte.

Das bunte Epizentrum bildet der Nyhavn. Am Neuen Hafer haben sich eine Menge Restaurants angesiedelt, die auf die skandinavischen Monsterpreise noch ein paar Kronen aufschlagen, den Hafen dafür aber auch mit Leben füllen. Das Getümmel kann ein wenig nerven, die Schiffe sind allerdings einen Spaziergang durch die Straße wert. Übrigens sollte man dort nicht einfach umdrehen oder in eine andere Straße verschwinden, sondern auf die ruhigere Parallelstraße wechseln. Von dort bietet sich der beste Blick auf die Häuserfronten.
Ich war zwei Mal dort. Einmal entspannt am Morgen auf dem Weg zur kleinen Meerjungfrau, einmal am Abend, nachdem ich mich mal wieder verfahren hatte. Denn tatsächlich: Ich war mit dem Fahrrad unterwegs. Einen ganzen Tag! Wer mich nicht kennt, denkt sich: Ja, und? Wer mich kennt, wird es mir nicht glauben, denn: Ich hasse Fahrradfahren!
Meinen straffen Plan konnte ich aber nur so umsetzen. Also mietete ich mir ein Fahrrad im Hostel. Von dort ging es also direkt zur kleinen Meerjungfrau und jetzt muss ich für die zierliche Dame mal eine Lanze brechen: Ich fand sie wunderschön. Sie wird immer als winzig beschimpft. Sollte sie lieber so groß wie der Eiffelturm sein? Wohl eher nicht. Gebeugt und mit traurigem Blick, umgeben von Algen - ich mochte sie. Nur die Sonne stand direkt hinter ihr, sodass ich sie zwar betrachten, aber nur schwer fotografieren konnte. Egal, einen Wunsch habe ich ihr trotzdem dagelassen. Das war wichtiger. 




Nyhavn
Der neue Hafen: Bunt und am Morgen schön leer.
Mein Dutt verrät mich...
Die kleine Meerjungfrau: Zierlich und mit traurigem Blick. Ich mochte sie.

Von Softeis, Strand und Christiania 

Wer viel Fahrrad fährt, verbrennt auch einige Kalorien. Außerdem darf man im Urlaub sowieso alles und so verführte mich Kopenhagen zu einer Menge Softeis. Als Kind durfte ich es nie essen, weil die Salmonellengefahr zu groß gewesen sei. Wenn ich es heute bestelle, bleibt noch so ein gewisser Nervenkitzel und das Gefühl, etwas Verbotenes zu tun. Ich probierte mich durch die verschiedenen Topping-Angebote und muss "dipped in Chocolate" als Favoriten küren. Kakaopulver, Krokant und Streusel waren auch super, konnten dagegen leider nicht mithalten. 

Mit dem Fahrrad bin ich nicht nur durch die ganze Stadt geradelt, sondern auch zum Strand. Vom Amager Strandpark geht der Blick rüber nach Malmö und zur Öresundbrücke. Zwei Tage zuvor lag ich auf der anderen Seite und habe nach Dänemark geschaut.

Am Amager Strand habe ich ein paar Stunden die Beine hochgelegt, die Sonne genossen und aufs Meer gestarrt. Ein paar Stunden auf Sand und unter Sonne können Wunder bewirken - oder die Energie für weitere Kilometer auf dem Fahrrad herbeizaubern.

Im Stadtteil Christianshavn habe ich einen Zwischenstopp in Christiania gemacht. Das autonome Zentrum wird als Freistaat angesehen und man bemerkt schnell, warum die einzigen drei Regeln in der Kommune eingehalten werden sollten: 


1. Nicht fotografieren

2. Nicht rennen
3. Nicht schreien

Denn:

Dort wird neben selbstgemachte Kunst und Schmuck auch Cannabis verkauft. Diese alternative Wohnsiedlung wurde 1971 gegründet. Handwerk ist ein wichtiger Bestandteil des Lebens dort und Drogenkonsum möchte ich hier nicht schön reden. Allerdings funktioniert das Leben in Christiania und die Menschen dort sind friedlich. So hält sich auch die dänische Regierung aus den Angelegenheiten raus. Auch ich habe meine Kamera am Eingang schnell weggepackt und die Kulisse auf mich wirken lassen. Respekt ist alles, kurze Blicke sind okay, starren dagegen weniger. Das Dorf kann man sich vorstellen wie das Dorf der verwunschenen Jungs bei Peter Pan im Film Hook. Ich selber bin bei einem Schmuckstand hängen geblieben. Die Verkäuferin hatte wunderschöne Armbänder, sodass ich nicht anders konnte, als drei mitzunehmen. Mein Fahrrad habe ich einmal quer durch das Dorf geschoben, gestaunt über Menschen und "Produktpalette" und bin schnell weiter: Zur Königin-Luise-Brücke.


Softeis-Liebe. Oben links war mein Favorit.
Strand in Kopenhagen
Amager Strandpark
Mein einziges Bild von Christiania, denn Respekt sollte hier jeder mitbringen!

Von der Luise-Brücke, Pølser und Deko im Übergepäck 

Die Dronning Louises Bro wird bei gutem Wetter zum Treffpunkt. Eine freie Bank ist ein Sechser im Lotto und die meisten hocken auf dem Boden angelehnt an der Brücke. Einige Fahrräder sind mit dicken Musikkisten ausgestattet, optional auch mit Bierkisten oder in den meisten Fällen mit beidem. Etwas zum Futtern gibt es in Reichweite bei diversen Imbissen.
Meinen Snack hatte ich allerdings schon: Ein Pølser war fällig. Dänische Hot Dogs begegnen einem überall und so kommt niemand bei einem Kopenhagenbesuch drum rum. Ich habe vorher bei diversen Blogs gelesen, dass die Pølser von Døp die besten sein sollen. Økologisk selbstverständlich, denn darauf stehen die Skandinavier. 
Ich bin nicht der größte Hot Dog-Fan, aber der von Døp überzeugte mich. Das Brötchen bestand nicht aus wabbeliger Pampe, sondern aus Vollkorn und Weizen, was das Brot griffiger machte. Die Wurst war nicht zu überwürzt und schmeckte nach gutem Fleisch und zu den Röstzwiebeln gab es scharfe frische Zwiebeln. Also auch ich kann Døp empfehlen! Wie die Pølser sind, die zahlreiche Imbisswagen an Metro-Stationen, anbieten, kann ich leider nicht sagen. Døp habe ich zumindest zweimal gesehen, davon einmal direkt auf der Strøget. 
Die Strøget - die längste Fußgängerzone Europas und besteht aus mehreren Straßen. Wer Schildergasse und Hochstraße in Köln kennt, kennt allerdings auch die Strøget, denn Ketten reihen sich zwischen vereinzelten Luxusläden nebeneinander. 
Viel ruhiger als die Strøget und besser zum Bummeln: Die Læderstræde, eine Parallelstraße. Deko- und Handwerkläden reihen sich neben Restaurants und Cafés. Auf meinem Weg zum Hostel musste ich einige Male durch sie durch und konnte nie an den Schaufenstern einfach so vorbei.
Wer nach Kopenhagen reist, sollte sich darauf gefasst machen: Dekoläden bieten Produkte in einer anderen Dimension an. Es gleicht einem Paradies, könnte man meinen, doch daraus wird schnell die Hölle am Flughafen, wenn die nette Dame am Schalter 8 Kilo Übergepäck anmerkt... Naja... aber das führt wohl zu weit an dieser Stelle... 


 Die Dronning Louises Bro ist bei schönem Wetter ein Treffpunkt
Auf der Brücke ist eine freie Bank ein Sechser im Lotto.


Døp hatte die besten Pølser. 
Das Brot bei Emmerys schmeckte frisch und körnig. Zwischendrin brauchte ich eine gesunde Stärkung.
In der Læderstræde sind bezaubernde Deko-Läden angesiedelt.


Mittwoch, 12. August 2015

Stockholm - von Zimt, Kardamom, hübschen Menschen und bunten Häusern




Stockholm
Ich sitze gerade im Zug. Die Landschaft ist unglaublich schön. Wiesen, Felder, kleine Häuser mit weißen Umrandungen an den Dächern und Fenstern, klare Seen, Wälder mit schweren Tannen oder leichten Laubbäumen. Wenn mir gleich Pipi Langstrumpf auf dem kleinen Onkel entgegenkommt, würde es mich nicht wundern. Die Landschaft wirkt unglaublich friedlich und ruhig. Auf meinem Weg nach Malmö habe ich fünf Stunden Zeit, aus dem Fenster zu schauen. Quer durch Südschweden im Schnellzug...

Ich sitze natürlich nicht mehr im Zug, sondern habe während der Fahrt geschrieben. Nach ein paar Tagen in Stockholm geht es durch eine komplett andere Kulisse von der Stadt über das Land in eine andere Stadt. Warum so viele von Stockholm schwärmen, habe ich schnell gemerkt:

Es war eine gute Idee, in Europa zu bleiben. Ich hatte für meinen Urlaub noch andere Pläne, Skandinavien reizte mich dann mehr und so ging es nach Stockholm und Kopenhagen mit einem Zwischenstop in Malmö. Ich habe immer gedacht, die schönsten Menschen leben in Sevilla. Ein Irrtum. Die schönsten Menschen leben in der schwedischen Hauptstadt. Und die freundlichsten und gelassensten. Einen Teil tragen bestimmt die Farben der Häuser bei. Diese Stadt ist so bunt, dass selbst die Regenbogenflagge kaum auffällt! (Ich war vor der Gay Pride da und es wird schon Tage vorher gefeiert. Hier kann selbst Köln noch was lernen.)

Die schönen Menschen wissen sich auch zu kleiden. Unsere Trends kommen direkt von den Straßen Stockholms und es würde mich nicht wundern, wenn die Herren zu ihren Hipsterbärten auch bei uns bald lange Haare und Pferdeschwanz tragen. Gepflegt, versteht sich. So gepflegt, dass ich schon fast neidisch auf die Herren war, die ihren Dutt perfekt knoteten, während meiner stets einen leichten Rechtsdrang hat. 



Aus den Bäckereien weht eine Geruchsmischung aus Zimt und Kardamom. Für mich galt Fika durchgehend und ein oder zwei Zimtschnecken am Tag mussten sein. Da ich aber so gut wie nie Bus oder Bahn genommen habe und Kilometer zu Fuß gelaufen bin, trainierte ich jede Kanelbulle sofort wieder ab. Wie ich schon oft geschrieben habe: "Eine Stadt lernt man am besten zu Fuß kennen."




Den bunten Kern bilden die Häuser um Gamla Stan. Es lohnt sich, früh aufzustehen und dem Touristenandrang ab dem Mittag zu entkommen. Vom Königspalast entlang ziehen sich etliche kleine Gassen und Straßen. Ich habe es sogar geschafft, mich ein wenig zu verlaufen. Die Schuld gebe ich der Unterzuckerung, denn ich hatte noch nicht gefrühstückt, was ich in der "Fabrique" nachgeholt habe. Kaffee, Kanelbulle und Joghurt mit Rhabarber. Die Bäckerei führt einige Standorte in Stockholm und ist eigentlich wegen des guten Brotes bekannt. Mir hat auch die Zimt-Kardamom-Schnecke geschmeckt, frisch aus dem Ofen und nicht zu süß für den Morgen. Der Kaffee war ganz ok, den habe ich aber besser in Sofo bekommen.



Sofo bilden ein paar Straßen im Teil Södermalm. Die Anlehnung an SoHo ist kein Zufall und hippe Cafés und Pop-Up-Läden reihen sich neben Wohnhäuser. Dort fand ich das Café Garbos. Hier erinnerte mich der Cappucchino an den von der Coffee Gang aus Köln. Die beste Zimtschnecke aber bekam ich in Norrmalm  als ich ins Café Pascal wollte. Ich folge dem Café auf Instagram und bin durch Regen gelaufen, um vor verschlossenen Türen zu stehen. Urlaub! Aber doch bitte nicht in meinem Urlaub! Genau gegenüber sah ich allerdings ein paar Menschen aus einer Bäckerei kommen. Die Kanebulle sah super fluffig aus und ich nahm mir eine mit für unterwegs. Ich wollte sie später essen, was mir nicht gelang, denn sie roch nicht nur frisch, sondern fühlte sich auch so in der Tüte an. Wenn es eine perfekte Zimtschnecke gibt, dann diese. Karamellisiert, buttrig und zimtig - der Geschmack war unglaublich.




Einen sonnigen Tag habe ich im Djugården verbacht. Wenn man den kleinen Vergnügungspark und den Tierpark hinter sich lässt, erreicht man Idylle mitten in Stockholm. Um eine Reihe Gewächshäuser sind Beete mit Gemüse und Obst angelegt. Auf Wiesen lassen sich unter Apfel- und Kirschbäumen Stunden verbringen. Das haben sich auch viele Stockholmer gedacht und verbrachten ihren Nachmittag mit einem Picknick. In einem Gewächshaus gab es ein Café, wo auch Smorebrod gegessen werden konnte. Mir reichte ein Kaffee und der Blick auf die Apfelbäume.




Auf dem Weg zum Hostel bin ich übrigens in einer Foodhalle gelandet - und das war nicht geplant! Die Östermalms Saluhall bot alles für das schwedische Herz. Smørrebrød, Köttbullar, frischen Fisch, Kaffee, Tee und Zimtgebäck. Weil es nicht geplant war, hatte ich kurz vorher auch schon etwas gegessen, sodass ich wirklich keinen Hunger hatte. Das Smørrebrød sah aber köstlich aus! 



Es hatte ein bisschen zu viel geregnet. Das habe ich genutzt, um ins Fotografiska und Moderna Museet zu gehen. Beide Museen haben mich sehr fasziniert. Im Fotografiska gab es eine Ausstellung der Künstler Inez und Vinoodh, die Fotos und Videos von/für Stars und Luxus-Labels machen. Im Moderna Museet habe ich unter anderem Werke von Künstlern wie Picasso, Warhol und Rauschenberg gesehen. Ich könnte Stunden vor einigen dieser Kunstwerke sitzen. "Zum Glück" hatte es geregnet.







Wir können die Freiheit nicht simulieren.
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...Mittlerweile ist der Zug ein paar Kilometer weiter im Süden. Der nächste See, die nächste Pferdeherde. Mein Upgrade weiß ich zu schätzen. Die nette Dame am Ticketschalter gab mir für meinen Studentenpreis ein Ticket für die 1. Klasse. Ziemlich cool von ihr, denn die Menschen um mich herum sind wieder wunderschöne Schweden, die aus dem Fenster schauen oder in Bücher versunken sind. So lässt es sich entspannt noch ein paar Stündchen hier sitzen. Und ich mache es meinen Mitreisenden gleich und schaue auch wieder aus dem Fenster...

Mein Hostel war übrigens super: Wer einen Tripp nach Schweden in "meiner studentischen Preisklasse" plant, sollte im City Backpackers nach einem freien Bett suchen. Die Räume waren sauber und die Menschen extrem nett (ca. 10 Minuten zu Fuß vom Bahnhof entfernt). 


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